Geschichte des Edelstahl

Millionen von Tonnen Stahl werden Jahr für Jahr durch Korrosion zerstört. Stahl rostet, keine Frage. Schon seit 3000 Jahren - damals begann die Eisenzeit lebt der Mensch mit diesem "Naturereignis".

Erst 1912 gelang einem findigen Metallurgen, den wohl vielseitigsten und höchst belastbaren Werkstoff Stahl rostfrei und damit unbegrenzt haltbar zu machen. Der entscheidende Durchbruch gelang in Deutschland. Durch die Kombination von Nickel und Chrom in Verbindung mit einer genau dosierten Wärmebehandlung erzielte man erstmals ein Optimum an Korrosionsbeständigkeit und zugleich guten mechanischen Eigenschaften. Die damals aus V für Versuche und A für Austenit gebildeten Bezeichnungen V2A (CrNi-Stahl), V4A (CrNiMo-Stahl) werden nach wie vor als Synonyme für Edelstahl Rostfrei gebraucht.

Edelstahl hat in seiner fast 80-jährigen Geschichte aufgrund der ihm eigenen Korrosionsbeständigkeit und guter mechanischer Eigenschaften zunehmende Bedeutung in immer mehr Verarbeitungsbereichen erlangt. So ist z.B. zwischen 1950 und 1988 die Produktion von Edelstahl in Deutschland um das 30-fache angestiegen.

Auch in Zukunft wird der "edle" Stahl immer mehr Anhänger gewinnen, alleine bedingt durch seine unerreichte Korrosionsbeständigkeit.